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Ralph Grüneberger
Im Vondelpark am Königinnentag
Amsterdamgedichte

Amsterdamgedichte. Zweisprachig, Deutsch – Niederländisch, Illustriert von MAchtelt Van Thiel, Amsterdam,
28 Seiten, Bleisatz, Buchdruck, fadengeheftet,200 numerierte
Exemplare. | eur 22.–.


Mehrmals war Ralph Grüneberger zwischen 1995 und 2002 auf Einladung der Kulturstiftung Niederlande-Deutschland und mit Unterstützung durch die Kulturstiftung Sachsen zu Erkundungen in Amsterdam. Nun legt er mit diesem Gedichtzyklus seine Betrachtung der Amstelstadt vor. Der Lyrikkenner Alexander von Bormann bemerkte zu diesem Zyklus: "Grünebergers Gedichte sind hellsichtig und zart poetisch wie es die Stadt der Grachten und Coffieshops herauszufordern scheint.“




VONDELPARK
Ein Mann, angeleint
An sein Handy, läuft seinem
Freilaufend Hund nach.



VONDELPARK
Een man, aangelijnd
Aan zijn mobieltje, loopt
Zijn vrijlopende hond achterna.













amber rusalka reh /// schnecken / laub / turbinen


"Amber Rusalka Rehs Prosa führt in eine Welt, in der traumartige Sequenzen und mythische Momente, Fantasie und Sinnlichkeit verschmelzen. Ihr Schreiben ist Einkehr in eine vertraute und doch fremd wirkende Natur: Schnecken, Motten, Fische und Möwen sind allgegenwärtig." (Andreas Heidtmann, Poetenladen. Ausführliche Rezension unter: www.poetenladen.de)


Mehrfarbige Illustrationen von Aurelia Annus (Zeichnung auf Negativfolie, Nyloprint Klischees), 24 Seiten, Buchdruck, fadengeheftet,
100 numerierte Exemplare. Jetzt bestellen für eur 29.–
(zzgl. Versandkosten).


Amber Rusalka Reh
geboren 1970 in Australien. Kunsttherapiestudium. Wissenschaftliche Assistenz am Musischen Seminar der Universität Köln. Arbeit mit schwer verhaltensauffälligen Kindern bis 2000. Seither freischaffende Schriftstellerin. Ghostwriterin, Komparsin, Rezensentin für Literatur und bildende Kunst. Längere Aufenthalte in Australien. Spanien. Dänemark.
Zahlreiche Lyrik-und Prosa-Publikationen in Zeitschriften und Anthologien.
Autorinnenforum Berlin-Rheinsberg 2004.
Debütpreis poetenladen 2005 (www.poetenladen.de)

Aurelia Annus
geboren 1978 in Philadelphia, U.S.A.. Besuch des Lettischen Gymnasiums in Münster (Westfalen) von 1988-97. Von 1999-2000 Studium an der Art Student League in New York. Seit Oktober 2000 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Seit 2002 in der Fachklasse Für freie Grafik bei Prof. U. Hachulla.


Textprobe:

wind
dieses zerren. der wind ist ein balg. ich kann’s merken. prallt sein körper auf meinen mit beharrlichen armen. und das spiel aus seiner luftigen feder. wie das haar aller menschen sich windet um köpfe und welche sind welche. fahnen stehen waagrecht in lüften. kräuselt sich schäumend das wasser und härchen stellen sich auf auf den häuten und dann nieder wenn die sonne den wind siedend kreuzt. dieses zerren an mir. und das klingeln der masten auf schiffen ist zaudern was sonst. ein mensch hebt die arme und spricht mit sich selbst. wird einer verrückt und noch mehr als normal durch das dunkle singen am ohr. verrückt und mit luftigem geist stemm ich mich in das stürmen. kommt von links und von vorn und lässt mich dann los bis ich drohe zu fallen. da nimmt er mich auf und hoch in die luft zu den möwen. jetzt lerne ich fliegen im fliegen und das kreischen der möwen die sich fügen und stemmen im wechsel der luft. er lässt los und die sonne brennt in die häute von möwen und menschen sich ein. ein sengendes glutmal auf stirnen und federn. greift der wind jetzt von osten mich an und die möwen und menschen. ich schließe die lider. trocken und hell und papieren weht er in den ästen. lässt los bis es still ist. stürmt neu. und ich fliege ich füge und stemme mich ein wie es ansteht. dieses zerren. der wind ist ein balg. dieses spiel. die sitten von möwen. ich kann’s merken.









Babette Dieterich – Herzlicht

10 erfrischende Gedichte, von der Autorin illustriert.
20 Seiten feinstes Japanpapier, Bleisatz und Buchdruck, fadengeheftet,
200 numerierte Exemplare. Jetzt bestellen für eur 29.–


Textbeispiele:

Nachtfahrt 

Sie lacht.
Ihre Lippen
ein Schiff.
 
Sie kentern nie,
biegen sich
Bug zu Heck
den Sternen entgegen. 

Die Fracht der Zähne perlt.
Die Zunge wird gehisst. 

Ich segle mit.


Amazonenwut

Du,
mit dem ich
die Zungen kreuzte,
verweigerst mir mit Schweigen
meinen Streit.

Ersticken sollst du
an deinem Wurm.

Und ich?
Schlage mir den Brustpanzer
um die Ohren, bis












Carl-Christian Elze – feucht das fell verstreut, Gedichte
Pressendruck,März 2004, 82 Seiten, fadengehefted, im Schuber,
illustriert von Michael Blümel Enthält vier Originalgrafiken (Linolschnitte)
24x17 cm, Hand und Maschinensatz (Linotype)
Auflage: 150 Exemplare. Die ersten 30 Bände enthalten eine
original Tuschezeichnung von Michael Blümel

eur 39.–

"feucht das fell verstreut" umfasst 66 Gedichte und setzt sich aus drei Teilen (Zoozeit/ Trau dich Kitsch, mein Herz/ Traumgottschafott) mit jeweils 22 Gedichten zusammen.

"Zoozeit" vereint Texte, die vor allem von Tieren erzählen, die auch Menschen sind, und erzählt von Menschen, deren Tierhaftigkeit nicht zu verbergen ist.
Zoologische Gärten werden aufgesucht, Bäuminnen und Einzeller kommen zu Wort, mit Flöhen wird gesprochen; Löwen, Fingertiere, Lemuren, Pandabären und immer wieder Hunde bevölkern die Verse.

"Trau dich Kitsch, mein Herz" verweist auf eine Zusammenstellung von Gedichten, die um das Thema Liebe kreisen, zappelnde Versuche der lyrischen Figuren aufzeigen, sich auf die Größe, Naivität und Verletzbarkeit dieses Gefühls einzulassen.
Nur selten wird die Fähigkeit zu lieben in Harmonien beschrieben. Man folgt eher einsamen Figuren, die von Liebespartnern oder von sich selbst gefangen gehalten werden, die zweifeln und verzweifeln, die auf die Handhabung ihrer eigenen Körper zurückgeworfen werden, um nicht durchzudrehen, die hilflos versuchen sich selbst alles zu geben, die Huren aufsuchen und vergessen, was sie eigentlich von ihnen wollen, die auch töten können, wenn sich alles überdreht hat.

"Traumgottschafott" vereint Texte, in denen Begegnungen stattfinden mit Todgeweihten, Todeswilligen, Todesmutigen und zu Tode erschreckten, mit abtreibenden Müttern, verzweifelten Mördern und einem Jesus, der am Kreuz hängend, einer letzten Versuchung preisgegeben wird. Der Tod selbst kommt zu Wort und macht den Ängstlichsten Mut. Die Figuren werden von einem oder dem Gott, entweder auf das Schafott geführt oder sie träumen von ihm, erträumen ihn sich.

Die Gedichte von Carl-Christian Elze sind in ihrem Tonfall sehr abwechslungsreich, oszillieren zwischen Spiel und Ernst, Ironie/Groteske und Mut zum Bekenntnis, zwischen Provokation und dem Willen zur Schönheit. Die Gedichte sind in ihren sprachlichen Bildern oft verstörend und tröstend zugleich. Auch traditionelle und strengere Formen der Lyrik wie Ballade, Sonett und Tagelied werden in dem Gedichtband bearbeitet, aber mit Inhalten versehen, die jede Antiquiertheit der Form aufsprengen. Auf Reimstrukturen wird nicht grundsätzlich verzichtet. Vielmehr bekennt sich der Autor zum Spiel mit unaufdringlichen Reimen, oft Binnenreimen, die den Gedichten ein hohes Maß an Sprachmelodie und Rhythmus verleihen.

Urzeit

In der Urzeit, sagt man, blieben die geistigen und körperlichen
Krüppel bei den Frauen in der Höhle und machten Weiberarbeit,
suchten Kräuter, schüttelten Felle aus, legten Stöckchen ins Feuer.
Sie kamen sich beschissen vor und zurecht, die Weiber tuschelten.
Richtige Männer besorgten ein Mammut oder wurden aufgespießt.
Irgendwann zogen sich einige Halbgewalkte deutlich depressiv zurück.
Irgendwann fing einer an, in der Höhle herumzuschmieren,
ein anderer machte aus Abfall Installationen, ein Dritter Geräusche,
die den Weibern irgendwie einheizten. Das Eis war gebrochen.
Sie durften ihre Penisse benutzen, wenn die Muskeln auf Mammut waren.
Die Schwächlinge überboten sich mit immer neuen Einfällen,
um ihren genetischen Pool durch die Eiszeiten zu bringen,
denn die Weiber wurden immer vernarrter in Seltsamkeiten,
und immer öfter beschwerten sie sich über die Schweißgerüche
ihrer Ernährer. Die Krüppel rochen immer besser von Jahr zu Jahr.

Trau dich Kitsch, mein Herz

Ich hab den braunen Hund geküßt
der roch nach Zimt
du hattest recht.
Ich hab das stille Gras geküßt
da kam mein Blut
und hat geschmeckt.

Was soll ich küssen, daß
ich dich küsse und du sagst
den braunen Hund
das frische Gras.
Du hattest recht
wie alles schmeckt.





Katja Oskamp - Träumerle, Mein Traum

Press print, December 2003,
26 x 22 cm (B x H), 16 pages
. Typeface: Linotype Candida 12p and selected script types
Typographer and printer: ThomasSiemon.
Handset. Text in German.

Edition: 80 copies
eur 35.-

  Katja Oskamp - Träumerle, Mein Traum

"Doch stehts kehrt sie ohne Freude und traurig ins Goldstühlchen zurück. Welch ein Jammer, wenn nichts geschieht."
Nichts geschieht? war da nicht...? Ein Buch mit echten Wolken, einem Prinzen, ohne Bilder aber in rosa, grün und gold.

Pressendruck, Dezember 2003,
26 x 22 cm (B x H), 16 Seiten. Hand- und Maschinensatz,
Schrift: Linotype Candida 12p und ausgewählte Schreibschriften.
Typografie, Satz und Druck: Thomas Siemon.
Japanische Bindung mit echtem Goldzwirn
Auflage: 80 Exemplare
eur 35.-

   

Dust

Poster Poem Nr. 1

Press print, 2003, from the series Poster Poems´, 59 x 89 cm (w x h). Typeface: Weiss-Antiqua 72 p.
Typographer and printer: ThomasSiemon.
Handset. Text in German.

Edition: 20 copies

First printing of the series Poster Poems´, an edition of typographically
designed poetry broadsides.

eur 60.-

Carl-Christian Elze - Staub

Poster Poem Nr. 1

Pressendruck, 2003, aus der Serie ªPoster Poeme´,
59 x 89 cm (B x H). Schrift: Weiss-Antiqua 72 p.
Typografie, Satz und Druck: Thomas Siemon.

Auflage: 20 Exemplare

Erster Druck der Reihe Poster-Poeme – typografisch gestaltete Plakatgedichte.

eur 60.-

   
     
A strange conversation is taking place out there somewhere on the Atlantic Ocean as a US warship is threatened by a mysterous force ...    
     
The lighthouse of evil -
A piece onthe sea

Press print, 2002,
9 x 19 cm (w x h), 48 g. Typeface:
Beton 9 p, Folio.
Typographer: Thomas Siemon,
Marc Berger.
Printer of text: Thomas Siemon,
Marc Berger. Linotype.
Text in German. Paper: Hammered
cardboard.
Accordion. Cover: Pasteboard.

Edition: 444 copies
eur 10.-

This accordion is a co-production
with Edition Schwarzdruck, Berlin.

  Der Leuchtturm des Bösen - Ein Seestück

Pressendruck, 2002, 9 x 19 cm (B x H), 48 g. Schrift: Beton 9 p, Folio. Typografie und Druck: Thomas Siemon, Marc Berger. Satz: Linotype. Text auf Deutsch. Papier: gehämmert aus Ex-Bundeswehrbeständen. Leporello. Einband: Pappband.

Auflage: 444 Exemplare

Der Text wurde der Zeit entnommen und entspricht ihr noch immer…

Eine Co-Produktion mit der Edition Schwarzdruck, Berlin.

     

Arthur West - Haiku

Press print, 2002, 15 x 35 cm (w x h),
200 g. Typeface: Headline 20 p, 60 p.
Typographer: and printer: Thomas
Siemon.
Handset. Text in German. Accordion.
Cover: Printed pasteboard.

Edition: 100 copies
eur 15.-

The 16 haiku by the Austrian poet
Arthur West deal with the cycle of
seasons and describe personal
impressions of spring, summer, autumn
and winter.

  Arthur West - Haiku

Pressendruck, 2002, 15 x 35 cm (B x H), 200 g. Schrift: Headline 20 p, 60 p. Typografie, Handsatz und Druck: Text auf Deutsch. Leporello. Einband: Bedruckte Pappdecken.
Auflage: 100 Exemplare

eur 15.-

Ein Jahreszeitenzyklus aus 16 Haiku des Österreichischen Autors Arthur West.

Stadt bräunlich in Weiß;
Frost ringt um ihre Unschuld,
doch Tau befleckt sie.

Scheerosenjunge
spreizen die Schnäbel: Es taut
Eiszapfentröpfchen.

Wolke aus Staren
kreuzt den Blick auf durchsonnte
Flugspur des Menschen.

Herbst in der Schwebe:
Erntegold schmückt die Scheune;
der Acker ist kahl.

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